D1: Dritter Heimspieltag, 1 Punkt
Heimspieltag - Aber der Wurm steckt immer noch drin...
Ein Heimspieltag soll tragen, antreiben, Stabilität geben. Doch aktuell fühlt sich jedes Spiel an wie ein Stück Holz, das von außen solide wirkt – und innen von feinen Fraßgängen durchzogen ist. Am neunten Spieltag der Verbandsliga bleibt bei der TSG HD-Rohrbach Damen 1 der Eindruck bestehen: Da ist immer noch der Wurm drin...
...und er zeigt sich früh
Das erste Spiel des Tages ist das Derby gegen die VSG Mannheim. Der erste Satz läuft ganz gut und endet knapp mit 23:25. Danach arbeitet sich die Unsicherheit so schnell an die Oberfläche, wie der Wurm durch das Holz. Die Rohrbacherinnen finden nur schwer Zugriff, Mannheim nutzt jede Lücke konsequent. Kleine Fehler summieren sich, der Spielfluss bricht immer wieder ab. Satz zwei und drei enden 14:25 und 20:25.
Trotz Kampf und einzelner guter Aktionen geht das Spiel klar mit 0:3 verloren. Ein Start der sofort offenlegt, was sich unter der Holzfassade verbrigt.
Kurz geglättet – aber nicht behoben
Gegen den Heidelberger TV 3 zeigt sich ein anderes Bild. Die Rohrbacherinnen treten entschlossener auf, spielen mutiger und belohnen sich im ersten und zweiten Satz mit 25:20 und 25:18. Für einen Moment scheint der Wurm endlich vertrieben.
Doch mit zunehmender Spieldauer arbeitet er sich zurück. In engen Phasen fehlt die letzte Konsequenz, gute Serien reißen ab, Vorteile lassen sich nicht sichern. Die nächsten beiden Sätze gehen 17:25 und 18:25 verloren.
Über fünf Sätze entwickelt sich ein intensiver Schlagabtausch. Die Rohrbacherinnen stemmen sich gegen den Trend, kämpfen, wechseln, suchen Lösungen – doch im Tiebreak greifen die Mechanismen erneut nicht sauber. Der Satz kippt und geht 12:15 aus, das Spiel endet 2:3.
Schleifen statt wegwerfen
Der Heimspieltag endet mit nur einem Punkt, die Niederlagenserie setzt sich fort.
Einsatz, Wille und Unterstützung von außen sind da – doch im Spiel bleiben Brüche, die den Erfolg verhindern.
Der verdammte Wurm steckt immernoch drin...
...jetzt geht es darum, ihn zu finden, freizulegen und zu entfernen – und bloß nicht das ganze Stück Holz wegzuwerfen.
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